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  Offener Grenzverlauf | Martin Walde und Jens Asthoff  
 
Fortsetzung von Seite 8  
 
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Mit Luft und mit Ballons ist ja viel gemacht worden, von Otto Piene, Panamarenko und anderen, aber das funktionierte eigentlich alles nach dem Zeppelin-Prinzip. Die Herausforderung bestand für mich eher darin, so etwas wie einen Baum oder ein Blatt zu machen. Etwas, das sich biegt. Da stößt man auf enorme Schwierigkeiten. Zweimal gab es einen Orkan, der die Dinger einfach weggeweht hat. Man muß mit einem Minimum an Gewicht auskommen, das Objekt soll ja niemanden erschlagen, aber es darf eben auch nicht reißen. In Graz war Siamese Shadow das einzige Projekt für den Freiraum, das nicht aus Stahl und Beton gemacht war, und deshalb wurde es zunächst mit großer Skepsis betrachtet. Dabei ist es eine sehr interessante Form, Natur sichtbar zu machen: Wenn Wind aufkommt, reagiert die Arbeit nicht in allen Teilen gleich. Es sind 15 Stück, je sechs Meter hoch. Da greift der Wind überall anders an, und so lassen sich die Luftbewegungen in den unterschiedlichen Bereichen sehr gut erkennen. Daraus entsteht ein ganz eigenes Erlebnis, das ist sehr weich und atmet. Das funktioniert extrem atmosphärisch in all den verschiedenen Schichten. Es gibt ja einen ganzen Strang meiner Arbeiten, der sich mit Verpackungen und Strategien der Natur beschäftigt weniger in einem humanistischen Sinn, sondern es ist eher ein Bereich, in dem ich mit dem Lustprinzip oder fast mit alchimistischen Ideen arbeite, und wo dann Dinge zusammengemixt werden, die überhaupt keinen Sinn ergeben. Das Ergebnis ist oft komplett anarchistisch.

 
Der Duft der verblühenden Alpenrose    
S. 1  
Enactments S. 1, 2, 5, 7  
Loosing Control S. 1, 2, 5–7  
Wormcomplex S. 2, 3, 5  
The Invisible Line S. 2, 5  
The Big Perch S. 2, 5  
Tie or Untie S. 3, 5  
Green Gel S. 3, 4  
Shrinking Bottles / Melting Bottles    
S. 3  
Jelly Soap S. 3, 10  
Handmates S. 3, 10  
The Tea Set S. 3  
Fridgerose S. 3  
Clips of Slips S. 7  
NOFF #1 S. 8  
NOFF #2 S. 8 Du meinst jetzt eher materialbezogene Arbeiten? Concoctions fand ich da sehr beeindruckend, die Arbeit, bei der dieses dickflüssige Zeug Blasen geworfen und gespuckt hat. Der Stoff war ja sehr aktiv.  
NOFF #3 S. 8  
NOFF #4 S. 8  
Siamese Shadow S. 8 Ja, das war auch so eine alchimistische Geschichte. Die Rezeptur der Materialien war übrigens darauf angelegt, Töne zu erzeugen. Und das hat auch funktioniert. Oder der Liquid Dispenser: Ein schwarzer Ball aus Silikon, der oben ein Loch hat und mit Seife gefüllt ist. Der hat sowas völlig Abgründiges, das hat da immer so grün rausgeschleimt, und trotzdem
konnte man sich damit waschen ... Wenn man den als Seifenspender verwendet, ist das Desaster eigentlich programmiert. Ich hab' den jahrelang bei mir in der Dusche gehabt, wie einen Hausgeist... So gab es viele Dinge, die nie über meinen häuslichen Bereich hinausgingen ...
   
Concoctions S. 9  
Liquid Dispenser S. 9  
   
 
 
 
 
Der Liquid Dispenser wurde nie ausgestellt?  
AutorInnen: Doch, doch, der wurde dann in Toiletten ausgestellt. Aber das artete in eine regelrechte Schlacht aus. Im realen Bereich haben sich die Dinge dann ja meist als Desaster herausgestellt...follow me to the right(Fortsetzung nächste Seite)follow me to the right  
Jens Asthoff  
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